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WM Stammtisch Mittelfranken im Mai 08: Wissenbilanz in einem Verein

Beim letzten WM-Stammtisch haben Klaus-Dieter Lucht, Vorstandsmitglied der Aktivsenioren Bayern e.V. und Gabriele Fleck-Gottschlich, Organisationsberaterin, über die Wissenzbilanzierung bei den Aktivsenioren der Region Mittelfranken berichtet. Jetzt, 2 Jahre nach Erstellung der Wissensbilanz, wurde nicht nur über die Ergebnisse, sondern auch über Wirkungen im Verein mit 45 Mitgliedern in Mittelfranken berichtet.
Die Erstellung der Wissensbilanz lief ähnlich ab, wie in Unternehmen, auch mit 3 Workshops, mit je 6 Aktivsenioren, die stellvertretend für die gesamte Gruppe Mitelfranken mitwirkten. Wie in Unternehmen auch, war schon die Definition einer Vision eine besondere Hürde. Auch die Ergebnisse könnten in einem Unternehmen entstanden sein. So wurde z.B. identifiziert, das der Wissensaustausch der Berater untereinander verbessert werden muß, oder auch das aktive Einholen von Kunden-Feedback systematisiert werden soll (siehe http://www.social-systems.de/PDF/wissensbilanz_final.pdf).

Für die Umsetzung der notwenigen Maßnahmen wirken aber die Rahmenbedingungen in einem Verein mit ausschließlich ehrenamtlich tätigen Beratern etwas anders als in Unternehmen. Keinem der Berater kann etwas vorgeschrieben werden. Wenn jemandem gestellte Forderungen nicht passen, wird er einfach nicht mehr aktiv mitmachen, zumal sich bei den Aktivsenioren i.d.R. gestandene Führungskräfte mit bis dahin viel Entscheidungskompetenz als Berater melden. Also war hier ein ganz besonders behutsamer und intensiver Kommunikationsprozess notwendig, um die Mitglieder von den beschlossen Maßnahmen zu überzeugen.
Das war weitgehend erfolgreich, und hat ganz nebenbei in der Gruppe Mittelfranken sogar zu mehr Zusammenhalt geführt. Wie in einem Unternehmen bindet die Umsetzung der Maßnahmen auch Ressourcen - die hier auch noch freiwillig bereitgestellt werden müssen. Das läßt den Prozess wohl manchmal etwas langsamer laufen.
Ganz besonders freut sich Klaus-Dieter Lucht darüber, dass nun der gesamte Verein mit 360 Mitgliedern in Bayern die Wissensbilanz einführen will.
Am Ende hatte ich den Eindruck, dass es eigentlich gar kein so großer Unterschied sein dürfte, eine Wissenbilanz in einem Unternehmen oder in einem Verein oder Verband zu machen. Das Entscheidende ist immer die Umsetzung. Und die funktioniert auch in einem Unternehmen nur mit überzeugten Mitarbeitern.