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Nachgang zum Fishbowl: "Information zwischen Mangel und Überfluss: Wie komplex ist mein Informationsnetzwerk?"

Es ist nicht leicht, die wieder sehr angeregte und engagierte Diskussion zusammenzufassen. Doch vielleicht insbesondere die explizite Aufforderung in der Resümee-Rund, nur einen prägnanten Satz dazu zu formulieren, was von einem Jeden mitgenommen wird, extrahiert die zentralen Aussagen gut:

  • Wissensmanagement wird zum „Unwissensmanagement“. (Wie gehe ich damit um etwas nicht zu wissen?)
  • Komplexes und sehr schwieriges Thema.
  • Schwer ist leicht was.
  • Das Wissensproblem ist die Balance zu finden.
  • Der Umgang mit Komplexität ist die größte Herausforderung.
  • Strukturiertes Wissen findet man nicht, denn jeder hat seine eigene Ordnung.
  • Soziale Netzwerke bereinigen sich hoffentlich selbst.
  • Ein Wörterbuch ist noch lange kein Information.
  • Weniger ist mehr. Entscheidungen müssen getroffen werden.
  • Wir dürfen vergessen und verlernen.
  • Die schwierige Entscheidung ist, wann wir genug Informationen haben.
  • Es braucht Wissen, um Informationen zu verstehen.
  • Es gilt den richtigen Weg zur Vermittlung von Wissen zu finden.
  • Fehler öffentlich machen, ist auch Wissensvermittlung.
  • Gelassenheit – Lassen – Zufriedenheit: Es bedarf einer Haltung zu all den Informationsoption!

Im Impuls von Paul Christoph Gembarski (Wiss. Mitarbeiter am Institut für Produktentwicklung und Gerätebau der Leibniz Universität Hannover) zu „Information zwischen Mangel und Überfluss: Wie komplex ist mein Informationsnetzwerk?“ wurden drei wesentliche Punkte adressiert: Information, Komplexität und Netzwerk.
Es wurde schöne veranschaulicht, wie Daten, Aussagen, Bilder erst im Kontextbezug zu einer Information werden und welche Relevanz die Prüfung der Validität hat. Weiter wurde darauf hingewiesen, dass vielfach verwendete Informationen nicht mehr einfach sind, sondern sich selber aus einer Vielzahl von Einzelinformationen zusammensetzen, die untereinander vernetzt sind. Hier kann die mindere Qualität oder Unzulänglichkeit einer Einzelinformation durch die Vernetzung insgesamt aufgewogen werden. Die Information behält ihren Wert.

All die Aspekte wurden von einer technischen Perspektive ausgehend, theoretisch und gesellschaftspolitisch vertieft, ehe wieder ganz praktisch Hinweise zum Umgang mit Informationen und Wissen - oder eben auch mal Nichtwissen - abgeleitet wurden. - Es war in jedem Fall wieder anregend!