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Lektüreempfehlung: "Der verborgene Schatz"

Pünktlich zum Monatsende gibt ja brand eins die Artikel der
letzten Ausgabe frei. So können wir im November-Heft mit dem Schwerpunkt
“Vergessen lernen” auch diese kurze Geschichte des Wissensmanagements
lesen. Von den Anfängen Mitte der 1990er Jahre, als man mit großem Elan
versuchte, das KnowHow der Mitarbeiter in Datenbanken zu erfassen; über
die schnell folgende Ernüchterung, weil niemand mitspielte, an die sich
eine “Zeit der Besinnung” anschloss, als man den Begriff
“Wissensmanagement” zu vermeiden suchte; bis zu den Lehren, die man
heute daraus gezogen hat. Hier zählt der Autor auf: Communities of
Practice, KnowHow-Tandems aus Jung und Alt, durch semantische
Technologien unterstützte Lessons Learned sowie gelebtes Enterprise 2.0.

Der Artikel mäandert leider etwas beliebig durch die Themen. Mal sind
persönliche Treffen gut, mal hilft die IT. Hauptsache, der Austausch
bleibt informell. Dabei wird im zweiten Absatz Peter Schütt (IBM) mit
einem interessanten Satz zitiert: “Wir verfügen inzwischen über gute Werkzeuge, mit denen wir die Produktivität von Wissensarbeitern steigern können.” Darüber hätte ich gerne mehr erfahren: “… über die Produktivität von Wissensarbeitern”! Am Besten gleich aus der Sicht dieser Zielgruppe: Was bedeutet
Wissensmanagement für sie? Was hat ihnen geholfen, produktiver zu
werden? Woran machen sie ihre Produktivität überhaupt fest? Ohne diese
Erfahrungen bzw. Rückmeldungen ist es heute genauso schwer wie vor 15
Jahren, über den Erfolg einzelner Maßnahmen und Instrumente zu urteilen.
Mischa Täubner, brand eins, 11/2010